Quellenangaben in der Genealogie

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Quellen angeben - warum?
Das Zitieren von Quellen sollte in der Ahnenforschung nicht fehlen. Ergebnisse der Recherchen lassen sich so nachvollziehbar, verläßlich und verifizierbar dokumentieren.
Daten mit hinterlegten Quellenangaben sind für andere Forscher überprüfbar. Die Angaben aus Ihrem Stammbaum können belegt werden und vermitteln anderen, dass genau recherchiert wurde. Daneben reduziert die Arbeit mit Quellenangaben auch Fehlinformationen. Selbst für archivierte Daten kann mittels der Quellenangaben noch nach Jahren nachvollzogen werden, woher die Daten stammen.
Vollständigkeit und Einheitlichkeit
Alle den Daten zugrunde liegenden Quellen sollten vollständig zitiert werden.
Wer? - Name Person, Verein oder Institution (...)
Was? - Dokumentenart oder Datenbank
Wo? - Archiv (...), Stadt, Plattform (...)
Wann? - Datum
Zugriff - Datum des letzten Zugriffs auf Daten von online-Quellen
Einheitlich sollte die Quellenangaben strukturiert sein
Signatur des Archivdokuments angeben
URL bei online-Quellen mit angeben
(...)
Art der Quellen
1. Primärquellen:
sind Originaldokumente, die eine erste Überlieferung eines Geschehens wiedergeben, z.B.
- Kirchenbücher
- Urkunden
- Musterungslisten und Militärakten
- Steuerlisten, Grundbücher
(...)
2. Sekundärquellen:
sind Quellen, die auf Primärquellen beruhen, aber eine Zusammenstellung aus zweiter Hand sind, z.B.
- Familienchroniken
- Ortschroniken
- Datenbanken
- wissenschaftliche Arbeiten
(...)
3. persönliche Quellen:
Quellen eigener Forschung sind z.B.
- mündliche Überlieferungen
- Familienfotos
- Briefe, Tagebücher etc. aus dem persönlichen Fundus
- Hypothesen oder Rekonstruktionen, die Sie aufgrund von fehlenden Daten vornehmen. Unsicherheiten in Bezug auf Daten sollten immer notiert und gekennzeichnet werden.
Anmerkung:
Diese Liste erhebt keinerlei Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit, sondern dient der Orientierung.
